Arbeitsrecht und Unternehmenskultur

Hallo Leserinnen und Leser,

ich bin als Rechtsanwalt und Verbandsjurist tätig, als solcher vertrete und berate ich kleine, mittelständische und größere Unternehmen des Einzelhandels, sowie vereinzelt im Dienstleistungssektor insbesondere auf dem Gebiet des Arbeitsrechts.

Meine Tätigkeit verstehe  ich weniger als “klassische” forensische Arbeit, wie sie viele meiner AnwaltskollegInnen betreiben, d.h., ich bin nicht erst dann aktiv, wenn alles schon zu spät ist und wir uns erst mit dem/der ArbeitnehmerIn vor dem Arbeitsgericht treffen müssen.

Solche Fälle gibt es auch zahlreich in meinem Arbeitsalltag, klar.

Ich nehme als Arbeitgebervertreter aber die einmalige Chance wahr, früh genug einzugreifen, um Konflikten nachhaltig und rechtsstreitverhindernd zu begegnen. Ich bin also vorwiegend beratend tätig.

Damit bewege ich mich zugleich in den “Kernbereich” der Unternehmensführung, in die Unternehmenskultur.

Da beginnt es spannend zu werden. Das ist vielleicht einer DER entscheidenden Vorteile gegenüber den AnwältInnen, die lediglich ArbeitnehmerInnen vertreten, da man als ArbeitnehmerIn selten die Chance bekommt, gestaltend und präventiv im Unternehmen handeln zu können (es sei denn, als Führungskraft), vielmehr geht es um Abwehransprüche (einer Versetzung, Abmahnung, Kündigung etc) oder um Forderungen (Lohn/Gehalt, Mehrarbeitsvergütung, Zeugnis, Urlaub).

Bitte nicht falsch verstehen: Wenn diese Forderungen berechtigt sind (das sind sie leider zu oft) und ein/e ArbeitgeberIn diesbezüglich aufgefordert werden muss, ist an der Tätigkeit der ArbeitnehmervertreterInnen überhaupt nichts falsch oder sonst wie zu kritisieren, ganz im Gegenteil.

Aber: Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem zwischen den Parteien schon nichts mehr geht, erst recht, wenn ein Anwaltsschreiben oder gar eine Klage eingeht. Gerade die kleineren MitstreiterInnen nehmen so etwas sehr persönlich, ganz gleich, ob die Forderung/Klage berechtigt ist, oder nicht.

Ich bin immer sehr erleichtert, wenn mich der/die UnternehmerIn vor der Entscheidung konsultiert. Wenn es sich um eine längere Geschäftsbeziehung handelt, bitte ich dringend um frühzeitige Konsultierung unseres Hauses. Und siehe da – ein Großteil nimmt dieses Angebot dankend an.

Genau da setzt der interessanteste Teil meiner Arbeit an:

Wir erörtern nicht allein die Risken einer personalrechtlichen Entscheidung, vielmehr besprechen wir auch Kommunikations- und Organisationsstrukturen. Hier kann ich im zu entscheidenden Fall Unterstützung anbieten – und bei zukünftigen Fällen ebenfalls frühzeitig einspringen.

Über diese Arbeit möchte ich in meinem Blog berichten.

Die Themen:

– Arbeitsrecht;

– Rechtskenntnisse der EntscheiderInnen, Bedeutung für die Unternehmenskultur;

– interne Kommunikation;

– Erarbeitung vermittelnder Lösungen;

– Change Management.

Freundliche Grüße

Martin Meßing – der Arbeitsrechtsanwalt

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1 Kommentar am “Arbeitsrecht und Unternehmenskultur”

  1. last chaos gold Says:

    Great article, again. These informations are especially useful …

Kommentare

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