IW Köln: Kündigungsschutz/Arbeitsrecht kostet…

Die neuesten Studien und Pressemitteilungen des IW Köln sprechen eine deutliche Sprache:

– Arbeitsrecht macht Arbeit teuer;

– Kündigungsschutzgesetz: 7,5 Mrd. Euro Kosten;

– Kündigungschutzgesetz: Ruf nach mehr Rechtssicherheit.

In dem DossierArbeitsrecht macht Arbeit teuer… vom 13.01.2009 heißt es, dass insbesondere die Umsetzung der zahlreichen Vorschriften und Urteile Unmengen Geld verschlingt. Wie in der Pressemitteilung vom 10.02.2009 “Kündigungsschutzgesetz kostet 7,5 Mrd. €”  wird auch hier dargelegt, dass die Unsicherheit bei der Anwendung des  Kündigungsschutzgesetzes und dessen auslegungsbedürftigen Regelungen (“sozial gerechtfertigte Kündigung”) und der daraus resultierenden Rechtsprechung zu enormen Kosten in den Unternehmen führen und letztlich Neueinstellungen verhindert…

Die Konsequenz ist für das IW Köln zum Glück nicht die Abschaffung des KSchG – was letztlich zu einer unüberschaubaren Einzelfallrechtsprechung führen würde und das Problem verschlimmbessern dürfte – sondern der Ruf nach mehr Rechtssicherheit.

Eigentlich ruht das Arbeitsgesetzbuch schon lange in den Schubladen der verantwortlichen Bundesministerien, nur umzusetzen wagte es bislang noch niemand.

M.Meßing – Der Arbeitsrechtsanwalt

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5 Kommentare am “IW Köln: Kündigungsschutz/Arbeitsrecht kostet…”

  1. David Says:

    Na, zum Glück befürwortet das IW den Kündigunggschutz, es gibt ja mehr als genug “Experten”, die behaupten, der Wirtschaft ginge es ohne besser. Zumal die Sicherheit, seinen Arbeitsplatz lange zu behalten, auch die Wirtschaft ankurbelt, denn wer würde sich schon ein Haus bauen oder ein neues Auto kaufen, wenn er wüsste, dass er vielleicht schon am nächsten Tag ohne Job dasteht?!
    Bi ein einfaches und umfassendes Arbeitsgesetzbuch gilt, muss man sich eben immer wieder mit den Chefs auseinandersetzen, notfalls eben vor Gericht. Wer gekündigt wird, sollte jedenfalls immer versuchen, dagegen anzugehen. Infos gibt es zum Beispiel hier: Kündigungsschutz
    Wehrt euch gegen ungerechte Koündigungen!

  2. Klaus B. Says:

    Klar – der Ruf der “Unternehmer” (wir lassen das Wort mal in den “‘s, weil viele Unternehmer ja inzwischen eher Unterlasser sind) nach Flexibilisierung und Lockerung des Kündigungsschutzes ist nicht unberechtigt.

    Nur es passt weder in unser Land noch in unsere Arbeitskultur. So sind z.B. öfters Berufs- und Stellenwechsel eines Arbeitnehmers in den Augen der so sehr nach Flexibilisierung brüllenden Arbeitgeberschaft eben NICHT ein Index für Flexibilität, sondern Anzeichen für die Unzuverlässigkeit eines Bewerbers. Am schlimmsten sind “wegrationalisierte” Fach- und Führungskräfte. Wenn ein Unternehmer die aus Kostengründen nicht behalten konnten, sind Sie für den nächsten Arbeitnehmer gleich gänzlich untauglich. Und wehe, diese Arbeitnehmer machen mal ein- zwei Jahre was anderes – den daraus resultierenden “Karriereknick” verzeiht keiner der “Personaler”.

    Oder gar Zeitverträge – wenn auch gut dotiert wird die Bank des Arbeitnehmers nicht mal mehr einen Staubsauger finanzieren, geschweige denn ein Fahrzeug oder gar eine Immobilie. Von Vermietern etc. ganz abgesehen. “Der hat ja keine feste Arbeit”.

    In unserem Land haben die “Reförmchen” des Arbeitsmarktes und des Arbeitsrechts niemanden wirklich geholfen – außer das Unternehmen weiterhin in Lohnstückkosten ersticken und Arbeitnehmer sich an Sozialversicherungen und Steuern dumm und dämlich bezahlen (Natürlich ohne davon im Schadensfalle wirklich was zu haben).

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